Freikampf

 

Mittelalterlicher Freikampf – was ist das eigentlich? Mittelalterlicher Freikampf ist eine Sportart, die den Kampf mit mittelalterlichen Waffen trainiert.Kappaval 02-2015

Mittelalterlicher Freikampf ist auf gar keinen Fall mit dem historischen Fechten zu verwechseln. Der Freikampf ist vielmehr eine Sportart, die ähnlich dem modernen Sportfechten oder Kendô nach genau definierten Regeln den sportlichen und vor allem sicheren Zweikampf mit diversen historischen Blankwaffen ermöglicht.

Dabei sind die Kämpfe nicht abgesprochen – es siegt demnach derjenige, der nach den geltenden Regeln am besten gekämpft hat. Das unterscheidet den Freikampf vom Schaukampf. Im Schaukampf sind die Schläge vorher abgesprochen und werden als Choreographie einstudiert. Im Freikampf geht es um einen sportlichen Austausch, sodass hier kein Treffer vorhergeahnt werden kann.

Im Gegensatz zum historischen Fechten werden viele riskante Techniken (z.B. Stiche) gezielt ausgelassen, die sonst auch bei entsprechender Ausrüstung noch leicht zu Verletzungen führen könnten. Es gibt klare Grundsätze und Regeln, die den Freikampf zu einer sicheren Sportart machen und genau definierte erlaubte Trefferzonen:

  1.  Jeder Kämpfer muss ausreichend geschützt sein, um am Kampf teilzunehmen. Das bedeutet, dass auf jeden Fall der Kopf mit einem Helm, die Hände mit dicken Lederhandschuhen und der Körper zumindest mit einem dicken Pullover oder einer Jacke geschützt ist.
  2. Kein Kämpfer steht unter dem Einfluss oder den Nachwirkungen von Medikamenten oder Drogen, die die Wahrnehmung beeinträchtigen.
  3. Jeder Kämpfer sieht den Freikampf als Sport und sein Gegenüber als Trainingspartner an, nicht als Aggressionsabbau des Privat- oder Berufslebens.

Diese drei Regeln sind die Grundregeln, ohne die unser Sport nicht sinnvoll ausgeübt werden kann. Darüber hinaus gibt es natürlich Regeln, die den Kampfstil betreffen. Dazu findet ihr mehr in der Kategorie Regelwerk.